Geschichte

Napoleon in Berlin/Brandenburg

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Napoleon in der Mittelmark

zitiert aus:

"Umfassende Geschichte des Kaisers Napoleon: mit vollständiger Sammlung seiner Werke für gebildete Leser..., Band 8

von Heinrich Elsner

Der Kaiser machte alle Anordnungen zur Verfolgung und Abschneidung Hohenlohe's. Bernadotte rückte in der Richtung von Fehrbellin und Cremmen vor. Murat, für den es, so wie Magdeburg vom Feinde erreicht war, Nichts mehr in dortiger Gegend zu thun gab, hatte den Befehl erhalten, sich schnell auf Balbi oder Dessau zu wenden, um daselbst über die Elbe zu gehen; er befolgte denselben mit solcher Schnelligkeit, daß er bei Spandau in rem gleichen Augenblicke, wo es übergeben wurde, anlangte: er brach sogleich uber Oranienburg nach Zehdenick auf. Lannes, der ihm hätte folgen sollen, kam am 26sten blos bis Oranienburg. Augereau und Davoust hielt der Kaiser für den Fall, wo der Feind, den andern Corps entronnen, sich in seinen Rücken werfen wollte, in der Gegend von Berlin zurück.

 

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Das Kloster die Fahrentholzes, die Krug's und der Kurfürst

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"Summt, ein Gut nebst Kolonie, 2 Meilen nördlich von Berlin und 2 Meilen östlich von Bernau, ist zu Mühlenbeck eingepfarrt und im Besitze des Lieutenants Krug. Dieser Ort bestand bereits im Jahre 1375 und waren darin die Mollenbeck angesessen welche die gutsherrlichen Rechte des benachbarten Dorfes Mollenbeck (Mühlenbeck) und früher wahrscheinlich auch ihren Hof darselbst veräußert und sich auf das am Czumit See, auf ursprünglichem Heidelande, angelegte Vorwerk Czumit (später Sumot und Summt genannt) zurückgezogen hatten. Es gelangte hierauf an Hans Somervelt nnd Caspar v. Sticken und wurde von diesen, nebst dem Dorfe Mühlenbeck, im Jahre 1415 dem Kloster Lehnin für 180 Schock böhmischer Groschen verkauft.  In dem Bestätigungsbriefe des Markgrafen, über diesen Kauf, wird nur Mühlenbeck als Dorf genannt und Summt als ein Zubehör desselben (Mühlenbeck-Sumolt) bezeichnet. Nach dem Jahre 1456 erkaufte der Schulze Claus Fahrentholz zu Mühlenbeck die wüste Feldmark Summt nebst Holzung, Acker, Wiesen und der kleinen Fischerei im See Cuzmit von dem Abte des Klosters, Arnold, für 25 Schock Groschen. Nach seinem Tode verkaufte einer seiner Söhne den auf ihn gefallenen Besitzanteil an das Kloster znrück, welchen das letztere, auf den Wunsch der übrigen Söhne, ihr väterliches Erbe ungetheilt zu besitzen, denselben, im Jahre 1470, wieder überließ, sich aber das Obereigenthum, die Gerichte, die große Fischerei in dem See, das Verkaufsrecht und die Lehnware vorbehielt und die Farentholz verpflichtete, die Arche im Bache des Gotztenfurth zu bauen, die Aecker der wüsten Feldmark nur an Einwohner der Dörfer Schönfließ und Zühlsdorf zu vermiethen, solche vor dem Hofmeister des Klosters zu Mühlenbeck zu übergeben, dies im jährlichen Burdinge der genannten Dörfer anzuzeigen und die Namen der Miether in dem Landschöffenbuche der Dörfer Schönerlinde, Mühlenbeck, Klosterfelde, Wandelitz, Stolzenhagen und Basdorf vermerken zu lassen. An Zins sollten die Farentholz dem Kloster jährlich 3 1/2 Schock Groschen entrichten.

Die Besitznachfolger hatten im folgenden Jahrhundert die Feldmark mit Bauern besetzt und um das Jahr 1590 auf ihre Kosten eine Kirche gebaut. Im Jahre 1598 erhielten die Fahrentholte vom Kurfürsten das Patronatsrecht über diese Kirche, „welche sie vor etlichen Jahren erbaut hatten.")

Während des 30jährigen Krieges wurde Summt wüst und fiel nach dem Aussterben der Familie Fahrentholz dem Kurfürsten heim, der es dem Amte Mühlenbeck beilegte. Es ward vom Amte hiernächst, als Vorwerk, wieder in Erbpacht gegeben, bei welchem seit dem vorigen Jahrhundert mehrere Kolonisten angesetzt wurden. Jm Jahre 1830 erkaufte das Vorwerk, i) mit dem Gute Mühlenbeck, der Geheime Regierungsrath Leopold Krug, dessen Sohn, der Lieutenant a. D. Carl Leopold Friedrich Krug, im Jahre 1834, im Besitze folgte.

Die Kirche, welche früher mater war, wurde zuerst von Schönfties eurirt, ging später ein und gegenwärtig ist der Ort zu Mühlenbeck eingepfarrt."

 

Quelle: Die Territorien der Mark Brandenburg: Geschichte des Kreises Teltow  von Ernst Fidicin Berlin 1857

Kartenwerke

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Schmettausches Kartenwerk Die Erstellung des Kartenwerkes für das damalige preußische Staatsgebiet erfolgten in den Jahren 1767 bis 1787 unter maßgeblicher Mitwirkung von Friedrich Wilhelm Karl Graf von Schmettau. Der preußische Offizier und Kartograph erstellte das Werk gegen die Bedenken von Friedrich II. jedoch in Absprache mit dem damaligen Kronprinzen Friedrich Wilhelm II. auf eigene Initiative und mit Förderung durch den Minister Friedrich Wilhelm Graf von der Schulenburg-Kehnert.


Kartenwerk  - Besitzer der Originalkarte - Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz -

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Summt

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15. Jahrhundert

"Unter den Hohenzollern erwarb das Kloster (Lehnin) 1415 von den Gebrüdern von Stücken durch Kauf das Dorf Möllenbeck (Mühlenbeck) und Zummolt, unstreitig das im 14. Jahrhundert unter dem Namen Czumit bekannte und jetzt Summt genannte Vorwerk; und in den Jahren 1422, 1424 u. 1427 von Hoppenrade, den Gebrüdern Rädel und von Bredow deren Güter in Schönerlinde."*

" Das alles sind urkundlich nachgewiesene Thatsachen. Als im Laufe der Zeit, die Übersicht und Verwaltung derselben immer schwieriger werden musste, sah man sich veranlasst, einzelne Güter unter liegende Gründe lehnsweise abzuthun. Von den hier in Rede stehnden Barnischen Güter traf dies im Jahre 1458 den Freihof zu Schönerlinde, welcher den Arnims, und  1470 Zummolt (Summt) das dem Borenholte (Fahrenholz) verliehen wurde."³

 

16. Jahrhundert

"Zum Mühlenbecker Amtsbezirk gehört 1542 die Dörfer Mühlenbeck nebst Vorwerk Basdorf, Klosterfelde, Nackel, Schildow, Schönerlinde, Stolzenhagen, Vichel, Wandlitz und die wüsten Feldmarken Summt und Woltersdorf." ³

Am Seeufer wird eine Schule gebaut. Joachim II läßt 1570 im wald- und wildreichen Mühlenbeck an den Kalandswiesen ein Jagdschloss errichten.

Die Einwohner des  kleinen Ortes Summt errichteten 1595–1596 eine eigene Dorfkirche, deren Patronat dem Gutsherrn Fahrenholtz übertragen wurde.

17. Jahrhundert

Um 1600 entstand die erste durch den Geistlichen betreute Schule im Ort. Während des Dreißigjährigen Krieg wurde Summt dem Erdboden gleichgemacht.

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